Grundlagen
Die Lebensberatung basiert auf der buddhistischen Anschauung vom Leben. Der Mensch wird verstanden als eine Einheit von Seele, Geist und Körper.

Mit “Seele” ist dabei das unsterbliche, immer wiederkehrende Wesen gemeint, das “Ich” oder die eigentliche Person, losgelöst vom Körper und losgelöst vom Verstand.
“Geist” steht für die Fähigkeiten, schöpferische Gedanken zu erschaffen und Wahrgenommenes zu speichern und teilweise wieder abzurufen. Bewusste wie unbewusste Speicherung, also auch das so genannte Unterbewusstsein, wird zu Geist dazugerechnet.
Und der “Körper” ist natürlich die sichtbare, sterbliche Hülle, oder das “Haus der Seele”, um es einmal so zu nennen.
Diese “Dreiteilung” des Menschen hat sich durch die Jahrhunderte der Geschichte gezogen und ist bei den grossen Denkern in dieser oder leicht veränderter Form wieder zu finden.
Seelenwanderung
Es gibt verschiedene Auffassungen, in welcher Form Seelenwanderung oder Reinkarnation vonstatten geht. Grob lassen sie sich in drei Kategorien unterteilen.
Eine der Auffassungen ist, dass sich die Seele nach dem Tod mit einer allgegenwärtigen Lebenssubstanz, aus der sie entsprungen ist, wieder vereint. Solche Lehren besagen, dass alles Leben wiederkehrt, aber nicht in personifizierter Form. Hier haben wir also das “Geborenwerden” auch im geistigen Sinn, wobei der ursprünglichen Lebenskraft eine Seele entspringt. Nach dem körperlichen Tode wird sie wieder von dieser Lebenskraft aufgenommen; ihre Substanz formiert sich dann irgendwann als Teil einer anderen Seele wieder. Bei dieser Auffassung von Reinkarnation wird eine bewusste Erinnerung an frühere Existenzen ausgeschlossen, da sich das Bewusstsein oder die Persönlichkeit zwischen den einzelnen Existenzen auflöst.

Eine zweite weitverbreitete Ansicht zur Seelenwanderung ist, dass nach dem Tode das Bewusstsein oder die Persönlichkeit erhalten bleibt, und dass dann von einer höheren Wesensinstanz beurteilt wird und entsprechend seiner Lebensführung einen höher oder tiefer eingestuften Körper neu annimmt. Hier haben wir also keine Auflösung und Neuformierung des Bewusstseins zwischen den einzelnen Leben. Das vergangene Leben beeinflusst die zukünftige Existenz drastisch: Sie kann in ganz hoher bis ganz niedriger Lebensform stattfinden. Das reicht von einem Leben als Mensch bis zu einem als Wurm. Eine bewusste Rückerinnerung an frühere Existenzen wird bei dieser Auffassung teilweise eingeräumt.

In der dritten Kategorie ist die Sicht der Reinkarnation so, dass das Wesen nach dem Tod einen neuen Körper annimmt, oder, wie man es auch nennt, dass die Seele in ein neues Haus umzieht. Hier wird verstanden, dass sich menschliche Seelen normalerweise in menschliche Körper reinkarnieren und dass sich tierisches oder pflanzliches Leben in dem entsprechenden Bereich wieder neu manifestiert. Auch hier findet man die Lehre, dass ein vergangenes Leben die kommenden beeinflusst: Die Taten des Wesens in einer früheren Existenz setzen sich in den nächsten fort, weil der körperliche Tod weder die Aufzeichnung darüber, noch die Konsequenzen davon auslöscht. Hier findet man die mögliche bewusste Rückerinnerung an frühere Existenzen.

In der Lebensberatung halten wir uns an die letztere, dritte Auffassung von Reinkarnation.
Ziel der Beratung
Um zu verstehen, woran sich die Beratung orientiert, muss man etwas näher auf den Sinn des Lebens und das ständige Wiederkehren der Seelen eingehen. Von einem sehr losgelösten Standpunkt aus könnte man das Leben als ein Spiel betrachten, in dem sich das Wesen auf das Spielfeld begibt, um mitzuspielen, zum Spiel beizutragen, zu erfahren und zu lernen. Man könnte sagen, jedes Leben ist für ein Wesen wie ein neuer Tag für einen Menschen, an dem er sich Ziele setzt Aufgaben bewältigen will, etwas erfahren will oder etwas erledigen will. Und wie sich der Mensch in der Nacht im Schlaf in andere Ebenen des Bewusstseins begibt, um dann erneut einen Tag zu erleben, so begibt sich die Seele beim Tod in einen anderen “Seinszustand”, um dann den nächsten Körper zu bewohnen und in ihm ein Leben zu erfahren.

So wie aber auch die Geschehnisse und Erfahrungen, die Taten und Werke des gestrigen Tages uns heute beeinflussen, prägen und zu bestimmten Handlungen veranlassen, so werden wir als geistige Wesen durch die vergangenen Existenzen und die Geschehnisse und Handlungen, die wir in ihnen unternommen oder unterlassen haben, in unserer heutigen Existenz geprägt. Dies gibt uns als geistiges Wesen sowohl in einem einzelnen menschlichen Leben als auch in der Kette von Existenzen einen fortdauernden Strom von Ursachen, die spätere Wirkungen hervorrufen, die wiederum Grundlage zu neuen Ursachen und ihren Wirkungen sind. Und so wie sich der Mensch am Ende seines Lebens bemüht, seine Lebenszyklen abzuschliessen, sein Leben zu verstehen, das, was er geschaffen hat, in guter Form zurückzulassen, um “in Ruhe gehen zu können” - so ist er als geistiges Wesen bestrebt, das, was ihm in seinen vielen Existenzen begegnet ist und das, was er in seinen vielen Existenzen verursacht hat, in Ordnung zu bringen und zu verstehen. Von einer noch höheren Warte aus könnte man sagen, als geistiges Wesen ist er bestrebt, soviel Wahrheit über sich selbst und das Leben zu erkennen, dass er nicht eines weiteren oder vieler weiteren Leben bedarf.
Das Ziel wäre dann, nicht länger den Zwang zu unterliegen, Existenz um Existenz leben zu müssen, um diese Wahrheit zu finden. Dies sollte aber nicht mit dem falsch verstandenen Ziel verwechselt werden, schliesslich nicht mehr leben zu müssen (und es nicht mehr zu dürfen oder zu können). Ganz im Gegenteil, je mehr Wahrheit ein Wesen kennt, um so lebendiger und schöpferischer wird seine Existenz - was aufhört ist nur der Zwang, ein Leben in bestimmten, von früheren Existenzen bestimmten Bahnen leben zu müssen.
Das Ziel der Beratung ist es also letztlich, sich Geschehnissen, die man in früheren Existenzen erlebt hat, bewusst zu werden, und zu erkennen, welche Wirkungen man verursacht hat. Dann kann man sich durch ein grösseres Bewusstsein über sich selbst aus vorgefassten Bahnen hinausbewegen.
Wie es gemacht wird
Die Beratung findet nur auf Gesprächsbasis mit einer zweiten, dazu ausgebildeten Person statt. Es werden keinerlei “Hilfsmittel” die das Bewusstsein erweitern sollen, wie Hypnose, Drogen irgendwelcher Art, Meditationen, usw. verwendet. Durch Fragen wird man zuerst Schritt für Schritt an belastende Punkte in diesem Leben herangeführt und arbeitet diese im Gespräch auf. Daraus ergibt sich dann das Erinnerungsvermögen und die Kraft dazu, frühere Existenzen zu kontaktieren.
Da keinerlei Druck darauf gelegt wird, kann dies nach individuell völlig verschiedener Dauer passieren. Eine Erinnerung an eine frühere Existenz taucht dann auf, wenn man dazu bereit ist, sie anzusehen, und nicht eher. Sowohl in den eigentlichen Beratungsstunden, wie auch davor und danach, ist man bei vollem und normalen Bewusstsein; man taucht also nicht in eine geistige Welt ein, wie etwa bei gewissen Meditationen, bei denen man das Bewusstsein um die Gegenwart verliert. Auch ist es nicht der Berater, der einem sagt, was man in früheren Existenzen getan oder erlebt hat. Selbst wenn er es manchmal intuitiv erfassen kann, wird es einem selbst überlassen, es zu erkennen. Denn das Wissen eines anderen bringt einem selbst keine Erfahrung, sondern höchstens Spekulation, was gewesen sein könnte.
Wie es funktioniert
Um zu verstehen, wie man sich überhaupt an frühere Existenzen erinnern kann, kehren wir für einen Moment zur Theorie der Dreiteilung wie in Kapitel 1 beschrieben zurück. Da haben wir also das eigentliche geistige Wesen, das “Ich”, dann den Geist oder Verstand und letztlich den Körper. Das geistige Wesen ist unsterblich und unvergänglich, und der Geist oder Verstand ist nicht von materieller Energie, sondern wird von der Lebenskraft des Wesens erschaffen. Oder, man könnte es auch so ausdrücken: Der Verstand ist feinstofflich.
Erinnerungen - sowohl diejenigen aus dem gegenwärtigen Leben wie auch die aus früheren Leben - sind feinstoffliche, vom Wesen erschaffe Aufzeichnungen, die losgelöst vom Körper bestehen bleiben. Man könnte es vergleichen mit einem Fotografen, der eine Kamera mit sich herumträgt und Bilder knipst, die er dann auf einem Film hat, den er später, wenn er es wünscht, entwickeln und so die Bilder wieder betrachten kann. Der Fotograf, das sind Sie. Die Kamera, das wäre der Körper. Der Film, das ist der Verstand. Und der Zweck der Beratung ist es, Ihnen zu helfen, die Bilder zu entwickeln, so dass Sie sie betrachten und Ihre Schlüsse daraus ziehen können.

Wie lange es dauert
Das hängt davon ab, wie weit man gehen will. Man kann das Verfahren gebrauchen, um sich einiger Situationen in diesem Leben bewusster zu werden, und es dann dabei bewenden lassen.
Man kann soweit gehen, bis man sich eine individuelle Gewissheit darüber verschafft hat, dass man frühere Existenzen erlebt hat, und danach mit diesem Bewusstsein leben.
Oder man kann sich über viele Existenzen und grössere Zusammenhänge des Lebens bewusst werden.
Je nachdem kann eine Beratung einige Stunden umfassen, oder sie kann sich über längere Zeiträume hinwegziehen.
Stundenwerte werden deshalb den individuellen Umständen nicht gerecht. Man kann höchstens von Durchschnittswerten reden. Die liegen abhängig davon, wie weit man eben zu gehen wünscht, zwischen einigen zehn bis zu hundert Beratungsstunden.
Wie weit Sie gehen wollen, liegt bei Ihnen.
Die wichtigsten Vorteile
- Speziell auf Sie abgestimmtes Programm
- Keine Hypnose oder andere fremdbestimmende Techniken
- Bestens bewährte Methoden
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